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Unterhalb und oberhalb des Denkens – Eckhart Tolle über Alkoholkonsum

Dass Alkohol und Drogen körperliche Gifte sind, wissen wir alle schon lange. Doch auch für Dein Bewusstsein hat der Konsum immense Folgen. Da es immer noch viele Gruppierungen und Cliquen gibt, in denen Alkohol- und Rauschmittelkonsum als cool gilt, möchte ich gerne zur Inspiration diesen Abschnitt aus einem Buch von Eckhart Tolle mit Dir teilen:

„Wenn du sehr müde bist, wirst du manchmal friedlicher und entspannter als im Normalzustand. Das liegt daran, dass dein Denken verebbt und du dich infolgedessen nicht mehr an dein erdachtes Problem-Ich erinnerst. Du bist kurz davor, einzuschlafen. Auch unter Alkoholgenuss oder wenn du bestimmte Rauschdrogen genommen hast (vorausgesetzt, sie aktivieren nicht deinen Schmerzkörper), bist du für eine gewisse Zeit entspannter, sorgloser und vielleicht sogar lebendiger. Vielleicht fängst du an zu singen und zu tanzen, beides seit undenklichen Zeiten ein Ausdruck der Lebensfreude. Da du nicht mehr so kopflastig bist, bekommst du einen flüchtigen Eindruck von der Freude des Seins. Vielleicht spricht man deshalb auch von den „geistigen Getränken“. Aber du bezahlst teuer dafür: mit Unbewusstheit. Statt dich über das Denken zu erheben, sinkst du unter die Schwelle des Denkens. Noch ein paar Gläser mehr, und du rutscht noch tiefer herab auf die Gemütsebene.

Das Raumbewusstsein hat nicht viel mit berauscht oder „high sein“ zu zun. Beide Zustände liegen jenseits des Denkens. Das haben sie gemeinsam. Es besteht jedoch der fundamentale Unterschied, dass du dich mit dem Raumbewusstsein über das Denken erhebst, während du mit dem Rausch oder Highsein unter die Denkschwelle fällst. Das eine ist der nächste Schritt in der Evolution des menschlichen Bewusstseins, das andere ein Rückfall auf eine Stufe, die wir schon vor Äonen hinter uns gelassen haben.“


Auszug aus: Eine neue Erde / Bewusstseinssprung anstelle von Selbstzerstörung, Kapitel „Unterhalb und oberhalb des Denkens“ Eckhart Tolle

Ich selber bin früher lange Jahre der Illusion des Rausches erlegen, ich habe oft und gerne in der Clique exzessiv „gefeiert“. Es war cool und hoch angesehen in den Kreisen, in denen ich mich damals bewegte. Ja, es hat Spaß gemacht. Doch der Preis war, wie Eckhart Tolle schreibt, hoch. Ich habe sowohl das Rutschen unter das Denken als auch die Aktivierung des Schmerzkörpers im Alkoholrausch bei mir selbst und bei anderen erfahren und nicht selten hat es meine Beziehung zu meinen Liebsten und zu mir selbst gestört. Im Rausch entstanden oft die merkwürdigsten Situationen und Verhalten, die niemandem gut getan haben. Es war ein kurzer, oberflächlicher Spaß, ohne echte Tiefe.

Reduce to the max und staune.

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